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Forschung für und mit der Region Nordschwarzwald

Worum geht es?

Die Gründung des Nationalparks Schwarzwald am 1. Januar 2014 war ein bedeutendes Ereignis für die Region Nordschwarzwald. Doch wie lassen sich die Chancen nutzen, die der Nationalpark für die nachhaltige Entwicklung der ganzen Region bietet? Und was können wir aus den im Nationalparkgebiet stattfindenden ökologischen Prozessen lernen? Dies sind die zwei Kernfragen unseres Forschungsprojektes. Die einzelnen Forschungsthemen wurden und werden im engen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis entwickelt. Die Themenpalette der ersten Förderperiode (2015-2017) reichte von Tourismus und Mobilität, der Entwicklung der Kulturlandschaft und neuen Dynamiken der natürlichen Waldentwicklung, der Ausbreitung von Borkenkäfern über Instrumente zur Wegeplanung, der Wahrnehmung von Wildtieren bis hin zum lokalen Wissen der Bevölkerung zum Nationalpark und neuen Erwerbsmöglichkeiten für Frauen. In der zweiten Förderperiode (2018 - April 2020) stehen die Themen waldbasierter Gesundheitstourismus, Borkenkäfer-management und nachhaltige Regionalentwicklung im Mittelpunkt.
 

Wer steckt dahinter?

Hinter dem Wissensdialog steht ein Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg und der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg. Die Verwaltungen des Nationalparks Schwarzwald und des Naturparks Schwarzwald Mitte-Nord bringen sich als Kooperationspartner ein. In der ersten Förderperiode wirkten zudem das Öko-Institut e.V. und die EVOCO GmbH mit. Seit Juli 2019 verstärkt der Verein der Nationalparkregion e.V. das WiNo-Team als Praxispartner vor Ort. Die Projektleitung liegt bei der Universität Freiburg.

 

Wissenschaft im Dialog - wie genau erfolgt das?

Dem Anspruch eines Reallabors folgend, erprobt das Projekt neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis. So wurden die Forschungsprojekte von Januar bis September 2015 im Austausch zwischen Wissenschaftler(innen), Praxispartnern und regionalen Akteuren entwickelt und bearbeitet. Mit der Veranstaltungsreihe „Wissensdialog vor Ort“ lädt das Forschungsprojekt seit April 2016 mit Vorträgen, Exkursionen und Aktionen zum Gespräch zwischen Forschung und Region ein. In der zweiten Förderperiode (2018-2019) wird eine „Kontaktbörse“ in der Region etabliert: Akteure der Region finden hier Wissenschaftspartner für ihre Themen; Praxisakteure übernehmen die Patenschaft für studentische Projektgruppe. Die Erfahrungen aus der Zusammenarbeit von Praxisakteuren, Studierenden und Lehrkräften werden in einem didaktischen Konzept festgehalten.

 

Ein Reallabor-Projekt

Der Wissensdialog ist eines von mehreren Reallaboren des Landes Baden-Württemberg und wird im Zeitraum von Januar 2015 bis April 2020 vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gefördert. Das Besondere dieses Formats ist die enge Zusammenarbeit zwischen Forschenden und regionalen Akteuren, die gemeinsam eine breite Palette an Themen bearbeiten.